Flußmeister,

ein traditionsreicher Beruf

Verantwortung für die Umwelt







Der traditionsreiche Beruf eines Flußmeisters läßt sich, wenn auch unter anderer Bezeichnungen, urkundlich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Am 4. November 1906 schlossen sich erstmals rund 70 Flußwarte zum "Verein der königlich bayerischen Flußwarte e.V." mit dem Sitz in Regensburg zusammen. Seinerzeit hatten die Flußmeister noch Uniformen zu tragen. Die Original-Uniform eines königlich bayerischen Flußmeisters ist im "Inn-Museum" des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim zu besichtigen. Nach dem Krieg im Jahre 1950 formierten sich die Flußmeister erneut. Heute nennt sich die berufsständische Vertretung "Bund der Flußmeister Bayerns".
 

Derzeit sind im Bayerischen Staatshaushalt 208 Planstellen für Flußmeister ausgewiesen. Das sind rund 25 % aller Beamtenstellen an den bayerischen Wasserwirtschaftsämtern.  Am 17.6.1993 wurde die Bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung vom Staatsministerium des Innern in das Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen eingegliedert.




Die Aufgaben der Flußmeisterinnen und Flußmeister:

als Leiterinnen und Leiter von Fluß- und Seemeisterstellen  sind sie für den Ausbau und die Unterhaltung der Gewässer 1. und 2. Ordnung, der Wildbäche, die staatlichen Speicher- und Rückhaltebecken, den Lawinenverbau zuständig. Die von Ingenieuren der Bayerischen- Wasserwirtschaftsverwaltung geplanten, von Flußmeisterinnen/ Flußmeistern und ihren Mitarbeitern ausgeführten Gewässerausbau- und - umbaumaßnahmen finden im In- und Ausland große Anerkennung. 





In der technischen Gewässeraufsicht leiten sie Aufsichtsbezirke. Die Überwachung umfasst Wasserschutz- und Überschwemmungsgebiete, kommunale und betriebliche Kläranlagen, Stauanlagen, Fischteiche, Kiesabbaugebiete, Mülldeponien, Industrie- und Gewerbebetriebe, kurzum alles, wo eine Gefährdung für Grundwasser, Bäche, Flüsse und Seen denkbar ist einschließlich der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen.

 
Seit 1996 sind 35 Flußmeisterinnen und Flußmeister an den Kreisverwaltungsbehörden (Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft). Sie sind Schnittstelle zwischen Bürgern, Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt. Der Hauptaufgabenbereich ist der Vollzug der Anlagenverordnung (VAwS) und somit ebenfalls der Schutz des Grundwassers.


Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Planungsabteilungen der Wasserwirtschaftsämter. Die Aufgabengebiete liegen vor allem in der Planung und Grundlagenermittlung für wasserwirtschaftliche Projekte und Baumaßnahmen. Ferner ist die Bauüberwachung, der Baubetrieb sowie das Ausschreibungs- und Vergabewesen ein Tätigkeitsbereich.


Die Beratung der Gemeinden und der Bürger vor Ort ist eine der wichtigsten Aufgaben aller Flußmeisterinnen und Flußmeister.


 
Die Flußmeister, sie gibt es übrigens nur in Bayern, haben sich seit vielen Jahrzehnten in der Bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung bewährt. Damit dies aber auch in Zukunft so bleiben kann muss die Flußmeisterlaufbahn im Hinblick auf Besoldung, Beförderungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen noch attraktiver gestaltet werden. Dies ist dringend erforderlich, damit ein qualifizierter Nachwuchs gewonnen werden kann, der den hochgestellten Anforderungen gerecht wird.

Die Belange der Flußmeister werden durch den Bund der Flußmeister Bayerns bei Verwaltung und Politik eingebracht.

Der Bund der Flußmeister Bayerns hat derzeit ca. 254 Mitglieder, von den aktiv im Dienst stehenden Flußmeisterinnen und Flußmeistern sind derzeit ca. 98% Mitglieder in unserem Berufsverband.

Der Bund der Flußmeister e.V. ist vertreten im:

  • Hauptausschuss des BBB
  • Bundesvorstand des BTB - Bund
  • Arbeitskreis Umwelt im BTB - Bund
  • Landesvorstand des BTB - Bayern
  • Hauptpersonalrat im StMUG
  • Sowie in verschiedenen Arbeitskreisen in der Wasserwirtschaftsverwaltung